Die Klasse 8 b beim Tag des Handwerks
von David Goldberg und Doris Kugler
Am 13. Mai 2026 begann der Schultag für die Klasse 8 b nicht wie gewohnt in der Wirtschaftsschule Neuburg. Stattdessen fuhr die Klasse am Morgen mit dem Zug nach Ingolstadt zum Bildungszentrum der Handwerkskammer. Dieses ist eines von sechs Bildungszentren in Bayern. Zum Einzugsbereich gehören Neuburg-Schrobenhausen, Ingolstadt und Eichstätt.
Der Tag des Handwerks dient vor allem der Berufsorientierung. Außerdem bietet er den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Kontakte zum Handwerk zu knüpfen, erste Einblicke in verschiedene Berufe zu erhalten und die Arbeit im Handwerk besser schätzen zu lernen. So konnten unsere Achtklässlerinnen und Achtklässler mehrere Handwerksberufe kennenlernen, zum Beispiel die Arbeit von Friseuren, Schreinern, Elektrikern, Mechatronikern, Maurern und Pflasterern sowie Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
Bevor es in den verschiedenen Unterrichtsräumen und Werkstätten losging, gab es für alle eine Sicherheitsunterweisung. Im Folgenden soll ein kurzer Einblick in einige der vorgestellten Berufe sowie in die praktischen Tätigkeiten gegeben werden, die die Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren konnten.
Im Bereich Friseurhandwerk arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an bereitgestellten Frisierköpfen. Sie kämmten die Haare, zogen verschiedene Scheitel und lernten erste Techniken wie das Aufdrehen von Lockenwicklern sowie das Formen von Wellen mit dem Lockenstab kennen.
In der Schreinerwerkstatt erklärte der Schreinermeister die Maschinen, die für die Arbeit benötigt werden. Dazu gehörten Hobel-, Fräs- und Schleifmaschinen sowie verschiedene Kreissägen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten ein Stück Holz, das sie an den Maschinen bearbeiteten. Am Ende entstand daraus ein Handyhalter.
In der Elektroabteilung wurde zunächst der Stromkreis erklärt. Anschließend bauten die Jugendlichen mit Werkzeugen wie Abmantler, Kabelabisolierer und Schraubendreher eine Steckdose zusammen, die auch an den Stromkreis angeschlossen wurde. Mit einer Glühbirne wurde zum Schluss überprüft, ob die Steckdose funktionierte: Leuchtete die Glühbirne, war die Arbeit gelungen.
Bei den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik wurde zu Beginn die Wichtigkeit und Vielfalt dieses Handwerks hervorgehoben. Anschließend sahen die Schülerinnen und Schüler ein Video des Bayerischen Rundfunks zu diesem Beruf. Danach wurde an einem Anschauungsmodell die Funktion einer Fußbodenheizung erklärt. Zum Abschluss durften die Jugendlichen an vier Stationen verschiedene Rohrtypen bearbeiten und so selbst praktische Erfahrungen sammeln.
Mit vielen Eindrücken von den verschiedenen handwerklichen Arbeiten und dem Bedienen von Maschinen ging es schließlich wieder zurück nach Neuburg.