von Bernhard Heiß, Daniela Bachmaier und Carina Wenger
Seit dem zweiten Schulhalbjahr kommen unsere Fünft-, Sechst- und Siebtklässler wieder in den Genuss des Vorlesens. Frau Tobis kommt bereits seit vielen Jahren einen Tag pro Woche an unsere Schule, um einem Teil unserer Klassen Kurzgeschichten und Romane vorzulesen. In diesem Jahr zieht sie unsere 5a, 6a und 7a in ihren Bann. Nachdem die verschiedenen Rollen („Was zeichnet einen guten Zuhörer aus?“, „Was ist ein guter Vorleser?“) geklärt worden waren, konnte es auch schon losgehen. In den ersten beiden Stunden lernten die Schülerinnen und Schüler eine moderne Fabel von Rafik Schami kennen. Der Elefant Bobo und die Maus Susu lehrten sie mit ihrer ungewöhnlichen Beziehung, dass wahre Zuneigung zueinander alle Grenzen überwinden kann. In eine Welt voller Abenteuer tauchen die Jugendlichen nun seit wenigen Stunden mit einer gekürzten Fassung von Karl Mays „Winnetou“ ein. Gebannt hängen die Jugendlichen an Frau Tobis Lippen, wenn diese in unterschiedlichen Stimmnuancen die Erlebnisse Winnetous und dessen Blutsbruder Old Shatterhand im „Wilden Westen“ vorliest. Dabei hören unsere Jugendlichen aber nicht nur zu – Frau Tobis klärt immer wieder geschickt unbekannte Begriffe mit ihren Zuhörerinnen und Zuhörern und beantwortet geduldig Rückfragen zum Erzählten. Am Ende jeder Vorlesestunde heißt es dann: „Kann Frau Tobis morgen schon wiederkommen?“